Die Ziele im Gesundheitssport sind vielfältig. Hier sind der Weg, aber auch die erlaubten Umwege das Ziel. Jedes Ausprobieren von neuen Anforderungen, jede Anstrengung und Erleichterung, jede Erfahrung, jede Verbesserung des Wohlbefindens, jede Freude über ein erreichtes Ziel finden im Gesundheitssport ihren willkommenen Raum. Körperliche und sportmotorische ZielePsychische und psychosoziale Ziele- Steigerung der aeroben Ausdauer - Förderung der Lebensfreude - Steigerung der Muskelkraft- Stärkung der Widerstandskräfte - Förderung der Beweglichkeit- Erleben des sozialen Austausches- Verbesserung der Koordination Steigerung der aeroben Ausdauer Die Fähigkeit deines Körpers, eine gegebene Leistung über einen möglichst langen Zeitraum durchzuhalten (Ermüdungswiderstandsfähigkeit). Die wichtigste Trainingsform im Gesundheitssport ist das Training der allgemeinen, aeroben Ausdauer.
Steigerung der Muskelkraft Unter Kraft versteht man die Muskelkraft, die erforderlich ist, um den Haltungs- und Bewegungsapparat funktionsfähig zu halten. Die Schulung der Muskelkraft dient vor allem der Vorbeugung von Haltungsschäden, zum Schutz der Gelenke, vor Osteoporose (Schwund der Knochensubstanz) und Rückenbeschwerden. Im untrainierten Zustand wird nur circa 50 Prozent der eigentlich möglichen individuellen Kraft entwickelt.
Förderung der Beweglichkeit Eine individuell optimale Beweglichkeit liegt dann vor, wenn die über ein Gelenk ziehenden Muskeln dieses einerseits stabilisieren und es andererseits in seinem Bewegungsspielraum nicht einschränken. Die Beweglichkeit kann durch Stretching und leichte Schwungübungen verbessert werden.
Verbesserung der Koordination Koordination ist definiert als Zusammenspiel von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur. Koordinative Schulung zielt besonders auf eine erhöhte Geschicklichkeit und Gewandtheit ab. Sie leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung gegen Verletzungen und zur Energieeinsparung und ist Grundlage zur Ausführung von komplexen Bewegungsmustern (wie zum Beispiel bei Aerobic, Tennis, Ballsportarten). Die Schulung der Koordination kann auch im Alltag nutzbringend sein, zum Beispiel wenn eine schnelle Auffassungsgabe gefragt ist.
Förderung der Lebensfreude In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass Gesundheitssport einen positiven Effekt auf das psychische Wohlbefinden von Menschen hat. Hormonelle Veränderungen (zum Beispiel die Ausschüttung von Serotonin) stimmen fröhlich, depressive Verstimmungen werden leichter überwunden. Man gewinnt Distanz zu Aufgaben und Problemen. Sport hilft, Lebensfreude zu wecken und die Lebensqualität zu verbessern. Man lernt, die eigenen Grenzen einzuschätzen und selbst gesteckte Ziele geduldig zu erreichen. Derartige Erfolgserlebnisse stärken das Selbstkonzept und das Selbstwertgefühl.
Stärkung der Widerstandskräfte Sport ist eine gute Methode, seine Widerstandskräfte gegen Stressfaktoren zu erhöhen. Die vermehrt bereitgestellte körperliche Energie kann verbraucht werden, die psychische Belastbarkeit erhöht sich und die Vorfreude auf eine sportliche Trainingseinheit kann über die Durststrecken des Alltags hinweghelfen. Neben der psychischen Belastbarkeit wird durch den Gesundheitssport auch das Immunsystem auf Vordermann gebracht.
Erleben des sozialen Austausches Der Mensch ist ein geselliges Wesen. In Untersuchungen zu sozialen Netzwerken wurde belegt, dass das Risiko von Menschen mit guten Beziehungen in Gruppen, körperlich oder psychisch zu erkranken, erheblich geringer ist als bei "Einzelgängern". Gesellige Menschen leben danach länger als Personen ohne soziale Geborgenheit.
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